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Universität Luxemburg gibt Vierjahresplan 2026–2029 bekannt: Wissen, Talente und gesellschaftlichen Einfluss für eine Welt im Wandel

  • 06 Februar 2026
  • Kategorie
    Pressemitteilungen
  • Thema
    Universität

Am 5. Februar unterzeichnete die Universität ihren sechsten Mehrjahresvertrag mit dem Ministerium für Forschung und Hochschulbildung für den Zeitraum 2026–2029. Der Vertrag wird im Rahmen des Vierjahresplans (P4) der Universität umgesetzt. Der P4 reagiert auf technologischen Wandel, Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und globalen Herausforderungen in den Bereichen Klima, Gesundheit und Demokratie entwickelt. Er setzt sich nachdrücklich für Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung ein. 

Die Universität Luxemburg übernimmt in diesen Bereichen eine wichtige Rolle. Sie stellt sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen über ihre drei Kernmissionen: hochrangige disziplinäre und interdisziplinäre Forschung, forschungsbasierte Lehre, sowie effektiver Transfer von Wissen und Technologie in die Gesellschaft. 

Der P4 basiert auf einem strategischen Rahmen und gliedert sich in drei Schlüsselbereiche: digitale Transformation, Medizin und Gesundheit sowie nachhaltige und gesellschaftliche Entwicklung. Auf der Grundlage ihres fundierten Fachwissens wird die Universität Beiträge aus den Sozial- und Geisteswissenschaften mit jenen der MINT-Fächer kombinieren. Die Interdisziplinarität, eines der Markenzeichen der Uni.lu, wird weiterhin durch das Institut für fortgeschrittene Studien (IAS) gefördert. 

Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, den wachsenden Einfluss der Digitalisierung auf die Gesellschaft zu reagieren. Dabei nimmt sie eine Vorreiterrolle in Forschung und Talententwicklung. Ihre Gemeinschaft verfügt über das erforderliche Fachwissen und die Infrastruktur, um dieses Vorhaben vollständig zu unterstützen. 

Die Universität wird insbesondere ihre Expertise im Bereich des Hochleistungsrechnens stärken, hochqualifizierte Talente für Luxemburg ausbilden und ihre Aktivitäten im Bereich der Quantenwissenschaft intensivieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt der künstlichen Intelligenz und ihren tiefgreifenden Auswirkungen auf die Gesellschaft.  

Die Universität hat eine 10-Jahres-Strategie ausgearbeitet, in der sie ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des nationalen Gesundheitssystems definiert. Darin sind die erforderlichen Schritte zur Einführung eines Masterstudiengangs in Medizin, medizinischer Spezialisierungsprogramme, verstärkter klinischer Forschung und der möglichen Einrichtung einer medizinischen Fakultät festgelegt. Die Umsetzung dieser Strategie unterliegt einer besonderen Vereinbarung und erfordert insbesondere die beschleunigte Einstellung von wissenschaftlichem Personal und die Stärkung von Partnerschaften im Gesundheitswesen.

Die Universität betrachtet nachhaltige Entwicklung als ein zentrale Herausforderung und wird ihre im Rahmen des vorherigen P4 dargelegten Beiträge weiterentwickeln. Die beiden kürzlich gegründeten interdisziplinären Forschungszentren – das Zentrum für Europarecht und das Luxemburger Zentrum für sozio-ökologische Systeme – werden vollständig ausgebaut, mit dem Ziel, politikrelevantes Wissen beizustellen. 

Weiterentwicklung von Lehre und studentischem Leben

Entgegen dem internationalen Trend steigt die Zahl der Studierenden an der Uni.lu weiter an. Die Einrichtung setzt sich weiterhin für die Förderung einer dynamischen, lebendigen und integrativen Universitätsgemeinschaft ein, basierend auf einer Charta für studentisches Leben und Engagement, die in enger Zusammenarbeit mit der Studierendenvertretung entwickelt wurde. 

Investitionen in Menschen und Partnerschaften

Die nationale und internationale Zusammenarbeit bleibt essenziell für die akademische Exzellenz, Innovation und Talentgewinnung der Universität. Auf internationaler Ebene wird die Universität ihre Mitgliedschaft in The Guild, einer führenden Gruppe europäischer Forschungsuniversitäten, durch Kooperationen, Studentenmobilität, Interessenvertretung und multi-institutionelle Einblicke nutzen. Um ihre dritte Mission voranzutreiben, wird die Universität Partnerschaften, Unternehmertum und Wissenstransfer in der Gesellschaft stärken und gleichzeitig einen strategischen Ansatz für Fundraising entwickeln. Zu diesem Zweck hat die Universität 2025 eine eigene Abteilung für Partnerschaften und Förderung eingerichtet. 

Die Universität wird weiterhin eine Kultur der Inklusion, Gleichberechtigung und Vielfalt, einschließlich der Gleichstellung der Geschlechter, fördern. Die Rekrutierung, Bindung und Förderung herausragender akademischer Talente ist entscheidend für ihre Mission. Durch das neue Kompetenzzentrum der Universität Luxemburg wird die Universität ihr Angebot zur beruflichen Weiterentwicklung für das gesamte Personal verbessern.  

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