Das Melanom, eine schwere Form von Hautkrebs, stellt weltweit eine große Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar. Allein im Jahr 2024 wurden schätzungsweise 330.000 Menschen neu diagnostiziert und 60.000 Menschen starben an den Folgen dieser Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass die Zahl der Patienten bis 2040 auf eine halbe Million pro Jahr ansteigen könnte.
Obwohl in den letzten 15 Jahren bedeutende therapeutische Fortschritte erzielt wurden – darunter die zielgerichtete Therapie und die Immuntherapie, von denen viele dank der Melanomforschung entwickelt wurden –, bleibt ein großes Hindernis bestehen: die Arzneimittelresistenz. Die Patienten zeigen oft zunächst eine bemerkenswerte Reaktion auf die Behandlung mit einer Verkleinerung der Tumore, doch einige Monate später kehrt der Krebs zurück – aggressiver und resistent gegen Medikamente.
An der Universität Luxemburg geht die Professorin für Molekularbiologie Stephanie Kreis mit ihrer Forschungsgruppe genau diesem Problem auf den Grund. Als Co-Leiterin der Forschungsgruppe für Signaltransduktion konzentriert sich die Arbeit von Professorin Kreis zunehmend auf die Entwicklung innovativer Modelle zum Verständnis und zur Überwindung der Arzneimittelresistenz, um den Patienten bessere Behandlungsmöglichkeiten zu bieten.