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Wahrheit, Falschheit und die Grauzone der Fake News

  • Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT)
    22 April 2026
  • Kategorie
    Forschung
  • Thema
    Informatik & IKT

In den sozialen Medien verbreiten sich Fehlinformationen rasend schnell. Emotionen und persönliche Überzeugungen wiegen oft mehr in der Entscheidung als Fakten – insbesondere im Internet. Neue Forschungsergebnisse untersuchen, wie sich Fehlinformationen – Inhalte, deren Falschheit sich die Nutzer nicht bewusst sind – verbreiten und wie sich dies verhindern lässt. Ein Forschungsteam hat mehrere mediatisierte Fälle untersucht, darunter die Corona-Pandemie, die letzten US-Wahlen und die Debatte um den Klimawandel.

Prof. Gabriele Lenzini, Leiter der IRiSC-Forschungsgruppe an der Universität Luxemburg, erforscht, wie der menschliche Faktor technische Systeme, insbesondere im Bereich der Cybersicherheit, beeinflussen kann. Für ihn besteht ein Risiko, das Problem zu vereinfachen: „Wir müssen der Versuchung widerstehen, Beiträge einfach als wahr oder falsch zu bewerten”, sagt er. Wenn man es als binäre Frage behandelt, ist es zu einfach, das Problem an KI-Tools zu übergeben, was nicht die Lösung ist. Stattdessen soll man den Menschen helfen, kritisch zu denken und sich an einer demokratischen Debatte zu beteiligen.

In den letzten vier Jahren hat sich sein Team mit zwei Themen befasst: wie falsche Inhalte online entlarvt werden können und wie gefälschte Follower und Interaktionen gekauft und verkauft werden.

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