von Christian Reidenbach
Erschienen im Wehrhahn Verlag
1. Auflage 2026
Mitte des 18. Jahrhunderts ist der Name Newtons in aller Munde. Populäre Lehrbücher begeistern das Lesepublikum und bestimmen das Gespräch in Salons und Kaffeehäusern. Ihren Erfolg verdanken sie nicht nur dem anschaulichen Stil von Autoren wie Voltaire, Maupertuis oder Algarotti, sondern auch einer politischen Lesart des leeren Raumes: Wie die Planeten nur unter der Voraussetzung eines leeren Universums zueinander gravitieren, ebenso kann sich das gemeinwohlfördernde Miteinander nur in einem Klima der Meinungs-, Religions- und vor allem der Handelsfreiheit ungehindert entfalten. Newtons »Weltwissenschaft« wird damit zum emanzipatorischen Code für eine bürgerliche Öffentlichkeit in Entstehung.
Ein Buch, das zeigt, wie aus Naturwissenschaft Weltanschauung wird und wie eine Idee die geistige Landschaft Europas verändert.
Über den Autor
Christian Reidenbach
ist Literaturwissenschaftler und Ideenhistoriker mit einem Schwerpunkt im 17. und 18. Jahrhundert. Nach einer Promotion zur Ideengeschichte des leeren Raums habilitierte er sich mit einer Studie über die Wechselwirkungen zwischen dem Theater und der politischen Theorie des siècle classique.