{"id":7046,"date":"2018-07-08T22:07:49","date_gmt":"2018-07-08T20:07:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.uni.lu\/fr\/events\/52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen\/"},"modified":"2018-07-08T22:07:49","modified_gmt":"2018-07-08T20:07:49","slug":"52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen","status":"publish","type":"events","link":"https:\/\/www.uni.lu\/fr\/events\/52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen\/","title":{"rendered":"52. Deutscher Historikertag: Grenzen der Macht und Grenz\u00fcberschreitungen"},"content":{"rendered":"<section class=\"wp-block-unilux-blocks-free-section section\"><div class=\"container xl:max-w-screen-xl\"><p><strong>52. Deutscher Historikertag, 25.-28. September 2018 in M\u00fcnster<\/strong><\/p><p>unter dem Motto: <strong>Gespaltene Gesellschaften<\/strong><\/p><p>Vom 25. bis 28. September 2018 findet in M\u00fcnster unter dem Motto \u201eGespaltene Gesellschaften\u201c der 52. Deutsche Historikertag statt. Dazu begr\u00fc\u00dfen Sie das Ortskomitee des Historikertages, die Lehreinheit Geschichte und die Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster herzlich!<\/p><p>Motivation f\u00fcr das Motto \u201eGespaltene Gesellschaften\u201c sind aktuelle \u00dcberlegungen:<\/p><p>Zahllose politische und soziale Zerrei\u00dfproben stellen uns heute vor erhebliche neue Herausforderungen. Soziale Ungleichheit, religi\u00f6s grundierte Auseinandersetzungen oder auch neue Formen des Nationalismus, der auf eine zunehmende Globalisierung reagiert, spalten viele Gesellschaften. In einer globalisierten Welt wirken sich derartige Spannungen sp\u00fcrbar international aus, wodurch sich auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten und Mitspracherechte ver\u00e4ndern. F\u00fcr viele Zeitgenossen scheint der hergebrachte Konsens innerhalb der eigenen Gesellschaft zu br\u00f6ckeln. Wesentliche Grundlagen der modernen Gesellschaft und des Zusammenlebens geraten damit auf den Pr\u00fcfstand. Vor allem die Spaltung zwischen arm und reich oder zwischen \u201efremd\u201c und \u201eeinheimisch\u201c l\u00e4sst das Gef\u00fchl von Teilhabe und Gerechtigkeit schwinden, so dass Gruppen erstarken und zu \u00fcberzeugen verm\u00f6gen, die einfache L\u00f6sungen propagieren.<\/p><p>Diese Herausforderungen sind jedoch keine Besonderheit unserer Zeit. Soziale, kulturelle, \u00f6konomische, aber auch religi\u00f6s, ethnisch oder rechtliche begr\u00fcndete Spaltungen sind ein Ph\u00e4nomen aller Zeitepochen und Weltreligionen. In allen Jahrhunderten hat man um den Konsens innerhalb der Gesellschaft ebenso wie mit den Nachbarn immer wieder existentiell gerungen. Das zeigen die tiefgreifenden Konflikte, die sich in der antiken griechischen Staatenwelt als eine sozio-politische Grundkonstante im permanenten B\u00fcrgerkrieg (staseis) \u00e4u\u00dferten, ebenso wie die erbitterten Auseinandersetzungen um die Stellung und Rechte der Geistlichen gegen\u00fcber den Laien im hochmittelalterlichen Investiturstreit. Die konfessionellen Spaltungen der Fr\u00fchen Neuzeit zogen lange Verwerfungen bis in die einzelnen Kommunen nach sich, w\u00e4hrend die Diktaturen und Kriege des 20. Jahrhunderts oft eine Einheit erzwangen, die Differenzen nur blutig \u00fcberdeckte. Die Kolonialisierung bewirkte au\u00dferhalb, aber auch innerhalb Europas gro\u00dfe gesellschaftliche Umw\u00e4lzungen, die in der Regel auch mit der Dekolonialisierung nicht befriedet werden konnten.<\/p><p>Die Geschichtswissenschaft kann in der aktuellen Debatte dazu beitragen, Prozesse gesellschaftlicher Spaltung und deren Wahrnehmung einzuordnen, zu hinterfragen und ein vertieftes Verst\u00e4ndnis f\u00f6rdern.<\/p><p><strong>Grenzen der Macht und Grenz\u00fcberschreitungen<\/strong><\/p><p>Epochen\u00fcbergreifend<\/p><p>Fr 28 9:00\u201312:00 Studiob\u00fchne\u00a0<\/p><p>Eva Schlotheuber, Michel Pauly (Sektionsleitung)<\/p><p>Christa Birkel (Luxemburg)<\/p><p>Die sog. \u201ePfandherrschaften\u201c (1388-1437) \u2013 Luxemburg unter \u201aausw\u00e4rtiger\u2018 Herrschaft?<\/p><p>Martin Uhrmacher (Luxemburg)<\/p><p>Die Erfindung der Grenze. Zur Konstruktion von Herrschaftsgebieten auf Regionalkarten des 16. Jahrhunderts im Westen des Reiches<\/p><p>Jessica Leuck (Luxemburg)<\/p><p>Zwischen Kindsm\u00f6rderinnen und Brandstiftern. Konflikte und kleinere Verbrechen in der Propstei Luxemburg<\/p><p>Jo\u00eblle Weis (Luxemburg)<\/p><p>Historisch-kritische Gelehrsamkeit des fr\u00fchen 18. Jahrhunderts zwischen Reich und Frankreich &#8211; Johann Friedrich Schannat (1683-1739) und sein Netzwerk<\/p><p>Andrea Binsfeld (Luxemburg)<\/p><p>Die Debatte um die Abschaffung der Sklaverei in transnationaler Perspektive<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.historikertag.de\/Muenster2018\/sektionen\/grenzen-der-macht-und-grenzueberschreitungen\/\" target=\"_blank\" title=\"\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.historikertag.de\/Muenster2018\/sektionen\/grenzen-der-macht-und-grenzueberschreitungen\/<\/a><\/p><\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>52. Deutscher Historikertag, 25.-28. September 2018 in M\u00fcnsterunter dem Motto: Gespaltene GesellschaftenVom 25. bis 28. 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Dazu begr\u00fc\u00dfen Sie das Ortskomitee des Historikertages, die Lehreinheit Geschichte und die Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster herzlich!Motivation f\u00fcr das Motto \u201eGespaltene Gesellschaften\u201c sind aktuelle \u00dcberlegungen:Zahllose politische und soziale Zerrei\u00dfproben stellen uns heute vor erhebliche neue Herausforderungen. Soziale Ungleichheit, religi\u00f6s grundierte Auseinandersetzungen oder auch neue Formen des Nationalismus, der auf eine zunehmende Globalisierung reagiert, spalten viele Gesellschaften. In einer globalisierten Welt wirken sich derartige Spannungen sp\u00fcrbar international aus, wodurch sich auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten und Mitspracherechte ver\u00e4ndern. F\u00fcr viele Zeitgenossen scheint der hergebrachte Konsens innerhalb der eigenen Gesellschaft zu br\u00f6ckeln. Wesentliche Grundlagen der modernen Gesellschaft und des Zusammenlebens geraten damit auf den Pr\u00fcfstand. Vor allem die Spaltung zwischen arm und reich oder zwischen \u201efremd\u201c und \u201eeinheimisch\u201c l\u00e4sst das Gef\u00fchl von Teilhabe und Gerechtigkeit schwinden, so dass Gruppen erstarken und zu \u00fcberzeugen verm\u00f6gen, die einfache L\u00f6sungen propagieren.Diese Herausforderungen sind jedoch keine Besonderheit unserer Zeit. Soziale, kulturelle, \u00f6konomische, aber auch religi\u00f6s, ethnisch oder rechtliche begr\u00fcndete Spaltungen sind ein Ph\u00e4nomen aller Zeitepochen und Weltreligionen. In allen Jahrhunderten hat man um den Konsens innerhalb der Gesellschaft ebenso wie mit den Nachbarn immer wieder existentiell gerungen. Das zeigen die tiefgreifenden Konflikte, die sich in der antiken griechischen Staatenwelt als eine sozio-politische Grundkonstante im permanenten B\u00fcrgerkrieg (staseis) \u00e4u\u00dferten, ebenso wie die erbitterten Auseinandersetzungen um die Stellung und Rechte der Geistlichen gegen\u00fcber den Laien im hochmittelalterlichen Investiturstreit. Die konfessionellen Spaltungen der Fr\u00fchen Neuzeit zogen lange Verwerfungen bis in die einzelnen Kommunen nach sich, w\u00e4hrend die Diktaturen und Kriege des 20. Jahrhunderts oft eine Einheit erzwangen, die Differenzen nur blutig \u00fcberdeckte. Die Kolonialisierung bewirkte au\u00dferhalb, aber auch innerhalb Europas gro\u00dfe gesellschaftliche Umw\u00e4lzungen, die in der Regel auch mit der Dekolonialisierung nicht befriedet werden konnten.Die Geschichtswissenschaft kann in der aktuellen Debatte dazu beitragen, Prozesse gesellschaftlicher Spaltung und deren Wahrnehmung einzuordnen, zu hinterfragen und ein vertieftes Verst\u00e4ndnis f\u00f6rdern.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.uni.lu\/fr\/events\/52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"fr_FR\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"52. Deutscher Historikertag: Grenzen der Macht und Grenz\u00fcberschreitungen\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"52. Deutscher Historikertag, 25.-28. 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In einer globalisierten Welt wirken sich derartige Spannungen sp\u00fcrbar international aus, wodurch sich auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten und Mitspracherechte ver\u00e4ndern. F\u00fcr viele Zeitgenossen scheint der hergebrachte Konsens innerhalb der eigenen Gesellschaft zu br\u00f6ckeln. Wesentliche Grundlagen der modernen Gesellschaft und des Zusammenlebens geraten damit auf den Pr\u00fcfstand. Vor allem die Spaltung zwischen arm und reich oder zwischen \u201efremd\u201c und \u201eeinheimisch\u201c l\u00e4sst das Gef\u00fchl von Teilhabe und Gerechtigkeit schwinden, so dass Gruppen erstarken und zu \u00fcberzeugen verm\u00f6gen, die einfache L\u00f6sungen propagieren.Diese Herausforderungen sind jedoch keine Besonderheit unserer Zeit. Soziale, kulturelle, \u00f6konomische, aber auch religi\u00f6s, ethnisch oder rechtliche begr\u00fcndete Spaltungen sind ein Ph\u00e4nomen aller Zeitepochen und Weltreligionen. In allen Jahrhunderten hat man um den Konsens innerhalb der Gesellschaft ebenso wie mit den Nachbarn immer wieder existentiell gerungen. Das zeigen die tiefgreifenden Konflikte, die sich in der antiken griechischen Staatenwelt als eine sozio-politische Grundkonstante im permanenten B\u00fcrgerkrieg (staseis) \u00e4u\u00dferten, ebenso wie die erbitterten Auseinandersetzungen um die Stellung und Rechte der Geistlichen gegen\u00fcber den Laien im hochmittelalterlichen Investiturstreit. Die konfessionellen Spaltungen der Fr\u00fchen Neuzeit zogen lange Verwerfungen bis in die einzelnen Kommunen nach sich, w\u00e4hrend die Diktaturen und Kriege des 20. Jahrhunderts oft eine Einheit erzwangen, die Differenzen nur blutig \u00fcberdeckte. Die Kolonialisierung bewirkte au\u00dferhalb, aber auch innerhalb Europas gro\u00dfe gesellschaftliche Umw\u00e4lzungen, die in der Regel auch mit der Dekolonialisierung nicht befriedet werden konnten.Die Geschichtswissenschaft kann in der aktuellen Debatte dazu beitragen, Prozesse gesellschaftlicher Spaltung und deren Wahrnehmung einzuordnen, zu hinterfragen und ein vertieftes Verst\u00e4ndnis f\u00f6rdern.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.uni.lu\/fr\/events\/52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen\/","og_locale":"fr_FR","og_type":"article","og_title":"52. Deutscher Historikertag: Grenzen der Macht und Grenz\u00fcberschreitungen","og_description":"52. Deutscher Historikertag, 25.-28. September 2018 in M\u00fcnsterunter dem Motto: Gespaltene GesellschaftenVom 25. bis 28. 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Die Kolonialisierung bewirkte au\u00dferhalb, aber auch innerhalb Europas gro\u00dfe gesellschaftliche Umw\u00e4lzungen, die in der Regel auch mit der Dekolonialisierung nicht befriedet werden konnten.Die Geschichtswissenschaft kann in der aktuellen Debatte dazu beitragen, Prozesse gesellschaftlicher Spaltung und deren Wahrnehmung einzuordnen, zu hinterfragen und ein vertieftes Verst\u00e4ndnis f\u00f6rdern.","og_url":"https:\/\/www.uni.lu\/fr\/events\/52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen\/","og_site_name":"UNI FR","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/uni.lu","og_image":[{"width":2560,"height":2560,"url":"https:\/\/www.uni.lu\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2026\/03\/03120045\/UNIV_SM-Profile_1600x1600px-scaled.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Dur\u00e9e de lecture estim\u00e9e":"2 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.uni.lu\/fr\/events\/52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen\/","url":"https:\/\/www.uni.lu\/fr\/events\/52-deutscher-historikertag-grenzen-der-macht-und-grenzuberschreitungen\/","name":"52. 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Vor allem die Spaltung zwischen arm und reich oder zwischen \u201efremd\u201c und \u201eeinheimisch\u201c l\u00e4sst das Gef\u00fchl von Teilhabe und Gerechtigkeit schwinden, so dass Gruppen erstarken und zu \u00fcberzeugen verm\u00f6gen, die einfache L\u00f6sungen propagieren.Diese Herausforderungen sind jedoch keine Besonderheit unserer Zeit. Soziale, kulturelle, \u00f6konomische, aber auch religi\u00f6s, ethnisch oder rechtliche begr\u00fcndete Spaltungen sind ein Ph\u00e4nomen aller Zeitepochen und Weltreligionen. In allen Jahrhunderten hat man um den Konsens innerhalb der Gesellschaft ebenso wie mit den Nachbarn immer wieder existentiell gerungen. 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