{"id":717,"date":"2021-04-07T09:01:01","date_gmt":"2021-04-07T09:01:01","guid":{"rendered":"https:\/\/website.prod.unilu.spikeseed.cloud\/de\/news\/wohlbefinden-am-arbeitsplatz-auf-dem-weg-zu-neuer-work-life-balance\/"},"modified":"2021-04-07T09:01:01","modified_gmt":"2021-04-07T09:01:01","slug":"wohlbefinden-am-arbeitsplatz-auf-dem-weg-zu-neuer-work-life-balance","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.uni.lu\/de\/news\/wohlbefinden-am-arbeitsplatz-auf-dem-weg-zu-neuer-work-life-balance\/","title":{"rendered":"Wohlbefinden am Arbeitsplatz: auf dem Weg zu neuer Work-Life-Balance?"},"content":{"rendered":"<section class=\"wp-block-unilux-blocks-free-section section\"><div class=\"container xl:max-w-screen-xl\"><p>Das Projekt W@W ist eines von sechs neuen interdisziplin\u00e4ren Forschungsprojekten, die im Rahmen des F\u00f6rderinstruments Audacity des <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/ias\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Institute for Advanced Studies<\/a>\u00a0der Universit\u00e4t eine mehrj\u00e4hrige F\u00f6rderung erhielten.<\/p><p>Das Projekt W@W (<a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/ias\/running_audacity_projects\/2020_audacity_projects\/w_w\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Wellbeing @ Work<\/a>), unter der Leitung des Juristen Prof. <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/fdef\/departement_droit\/people\/luca_ratti\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Luca Ratti<\/a>\u00a0und der Psychologen Profs. <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/fhse\/dbcs\/people\/anna_elena_kornadt\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Anna Elena Kornadt<\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/fhse\/dbcs\/people\/claus_voegele\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Claus V\u00f6gele<\/a>, untersucht, wie sich das Wohlbefinden von Mitarbeitenden im Homeoffice seit Beginn der Pandemie ver\u00e4ndert hat und wird Erkenntnisse f\u00fcr die Einf\u00fchrung neuer Regulierungsinstrumente und -praktiken liefern.\u00a0<\/p><p>Vor der COVID-19-Pandemie konzentrierte sich die Forschung zu den Grundrechten und dem Wohlbefinden von Arbeitnehmern\/innen haupts\u00e4chlich auf Bedenken im Zusammenhang mit der Digitalisierung, der Automatisierung von Arbeitsumgebungen und dem Aufkommen neuer digitaler Arbeitsformen. Mit dem Beginn der Pandemie hat sich der Fokus erweitert. Die Pandemie hat zu Ver\u00e4nderungen in den Arbeitsverh\u00e4ltnissen von Millionen von Arbeitnehmern\/innen gef\u00fchrt.\u00a0 Seit Anfang 2020 haben etwa 40 % der Besch\u00e4ftigten in der EU begonnen, Vollzeit in Telearbeit zu arbeiten, und werden wohl auch in absehbarer Zukunft in irgendeiner Form zu Hause arbeiten. In Luxemburg haben mehr als 56 % der Befragten im April\/Mai 2020 aufgrund der COVID-19-Situation begonnen, von zu Hause aus zu arbeiten. Der Umzug in das begrenzte Homeoffice leitete einen radikalen Wechsel des Arbeitsparadigmas ein: Der Arbeitsplatz, wie wir ihn traditionell kannten, verschwand unerwartet und lie\u00df Arbeitnehmer\/innen und Arbeitgeber gleicherma\u00dfen ohne einen stabilen Anker zur\u00fcck.<\/p><p>\u201eDie j\u00fcngsten und laufenden <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/fhse\/news_events\/how_do_different_confinement_measures_affect_people_first_results\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">COME-HERE<\/a>&#8211; und <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/fhse\/dbcs\/pandemic\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">PANDEMIC<\/a>-Studien zur Erfassung des Wohlbefindens der Bev\u00f6lkerung w\u00e4hrend der Pandemie haben gezeigt, dass immer mehr Menschen im Homeoffice mit physischen und vor allem psychischen Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen haben. Diese sind auf Faktoren wie fehlende pers\u00f6nliche Kontakte zu Kollegen, ungeeignete Arbeitsumgebungen zu Hause, das Fehlen sozialer Zusammenk\u00fcnfte, endlose Arbeitszeiten und Arbeit am Wochenende zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt Prof. V\u00f6gele, klinischer und Gesundheitspsychologe an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geisteswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Sozialwissenschaften (FHSE). Im Projekt W@W will er gemeinsam mit seiner Kollegin Prof. Kornadt die Wechselwirkungen von psychischer Gesundheit, Gesundheitsverhalten und Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt untersuchen. \u201eEs wird interessant sein zu sehen, wie sich ver\u00e4nderte Arbeitsstrukturen und -regelungen auf das Wohlbefinden von Menschen \u00fcber die Lebensdauer und in unterschiedlichen Lebenskontexten auswirken: Was passiert mit \u00e4lteren Menschen, die es bisher weniger gewohnt waren, von zu Hause oder digital zu arbeiten? Oder mit Menschen mit famili\u00e4ren Verpflichtungen? Dieselben Regeln und Vorschriften k\u00f6nnen sich auf Menschen sehr unterschiedlich auswirken, je nach Ressourcen und ihrer Situation\u201c, sagt Prof. Kornadt, Psychologin und Leiterin des Institute of Lifespan Development, Family and Culture an der FHSE.<\/p><p>Die Politik versucht, solchen Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt schnell zu begegnen, indem sie die Einf\u00fchrung neuer Gesetze erw\u00e4gt. In Deutschland ist beispielsweise geplant, ein Recht auf Homeoffice f\u00fcr mindestens 24 Tage im Jahr nach Ende der Pandemie einzuf\u00fchren. Der Gesetzesentwurf sieht au\u00dferdem vor, dass die Arbeitszeiten im Homeoffice digital dokumentiert werden m\u00fcssen. Frankreich hatte bereits zum 1. Januar 2017 ein sogenanntes Recht auf Abschaltung f\u00fcr Arbeitnehmer\/innen eingef\u00fchrt, die Telearbeit machen. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer\/innen das Recht haben, ihre Ger\u00e4te nach der Arbeit auszuschalten \u2013 ohne Konsequenzen bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen, wenn sie E-Mails, Anrufe oder Nachrichten nicht beantworten. In der Realit\u00e4t m\u00fcssen die Details noch auf Unternehmensebene festgelegt werden; die Entscheidung, ob und wie solche Rechte gew\u00e4hrt werden, liegt im Ermessen der Arbeitgeber, und es sind keine Sanktionen f\u00fcr Arbeitgeber vorgesehen, die sich nicht daran halten.<\/p><p>Regelungen f\u00fcr Home-Office-T\u00e4tigkeiten sind eindeutig erforderlich, sollten aber auf empirischen Erkenntnissen beruhen. Das W@W-Projekt zielt darauf ab, die politischen Entscheidungstr\u00e4ger mit empirischen Beweisen \u00fcber die Auswirkungen von Ver\u00e4nderungen bei der Regulierung der Arbeit und der Gesundheit und des Wohlbefindens von Arbeitnehmern\/innen w\u00e4hrend des gesamten Arbeitslebens zu unterst\u00fctzen. Prof. Luca Ratti, Jurist f\u00fcr europ\u00e4isches und vergleichendes Arbeitsrecht an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Recht, Wirtschaft und Finanzen, koordiniert den juristischen Teil von W@W. \u201eIn der ersten Phase wird das Projekt die Daten aus den sechs L\u00e4ndern analysieren, die im Rahmen der Projekte COME-HERE und PANDEMIC (Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Italien, Spanien und Schweden) zu den Themen Telearbeit, Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz sowie Lohnpolitik und Produktivit\u00e4t untersucht wurden. Wir werden von der Zusammenarbeit mit dem in Luxemburg ans\u00e4ssigen Unternehmen Ferrero profitieren, das sich bereit erkl\u00e4rt hat, das Projekt zu unterst\u00fctzen und sich als Fallstudie zu Verf\u00fcgung stellt. In einer zweiten Phase wird das Projekt strukturelle regulatorische \u00c4nderungen bewerten, die w\u00e4hrend oder aufgrund der Pandemie eingef\u00fchrt wurden, mit dem Ziel, politische Vorschl\u00e4ge auszuarbeiten\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Ratti.<\/p><p>Das W@W-Projekt beginnt am 1. Mai 2021.<\/p>\n<h5 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"photo-ekaterina-bolovtsova-pexels\"\n    >\n\u00a9\u00a0Photo:\u00a0Ekaterina Bolovtsova\u00a0\/\u00a0Pexels<\/h5>\n<\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projekt W@W ist eines von sechs neuen interdisziplin\u00e4ren Forschungsprojekten, die im Rahmen des F\u00f6rderinstruments Audacity des Institute for Advanced Studies\u00a0der Universit\u00e4t eine mehrj\u00e4hrige F\u00f6rderung erhielten.<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":718,"template":"","format":"standard","meta":{"featured_image_focal_point":[],"show_featured_caption":false,"ulux_newsletter_groups":"","uluxPostTitle":"","uluxPrePostTitle":"","_trash_the_other_posts":false,"_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"0","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false},"news-category":[4,3],"news-topic":[22,18],"organisation":[104,150,147,101,226],"authorship":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v22.3 (Yoast SEO v22.3) - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Wohlbefinden am Arbeitsplatz: auf dem Weg zu neuer Work-Life-Balance? 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