{"id":620,"date":"2020-12-17T09:59:24","date_gmt":"2020-12-17T09:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/website.prod.unilu.spikeseed.cloud\/de\/news\/universitaet-und-lih-setzen-forschung-in-klinische-entwicklung-um\/"},"modified":"2020-12-17T09:59:24","modified_gmt":"2020-12-17T09:59:24","slug":"universitaet-und-lih-setzen-forschung-in-klinische-entwicklung-um","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.uni.lu\/de\/news\/universitaet-und-lih-setzen-forschung-in-klinische-entwicklung-um\/","title":{"rendered":"Universit\u00e4t und LIH setzen Forschung in klinische Entwicklung um"},"content":{"rendered":"<section class=\"wp-block-unilux-blocks-free-section section\"><div class=\"container xl:max-w-screen-xl\"><p>Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass starke translationalen Forschung der Schl\u00fcssel zur Bek\u00e4mpfung des Coronavirus ist. Durch den Einsatz modernster Labortechniken zur Untersuchung von Patientenproben setzt die translationale Forschung in einem Prozess, der als Bench-to-Bedside-Ansatz bekannt ist, Laborentdeckungen schnell in neue Therapien f\u00fcr Patienten um. Luxemburg hat eine hervorragende transversale und translationale Forschung etabliert, die mehrere Forschungsthemen und Krankheitsbereiche umfasst und die Ergebnisse integriert, um ganzheitliche und aussagekr\u00e4ftige Erkenntnisse zu liefern, die die klinischen Ergebnisse f\u00fcr Patienten sp\u00fcrbar verbessern k\u00f6nnen.<\/p><p><\/p><p>In diesem Zusammenhang haben die Universit\u00e4t Luxemburg und das Luxembourg Institute of Health (LIH) eine erste interinstitutionelle Forschungsplattform geschaffen: die Disease Modelling Screening Platform (DMSP), eine Kerneinrichtung f\u00fcr translationale Forschung. Die Plattform ist eines der Instrumente des k\u00fcrzlich unterzeichneten<a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/universite\/actualites\/diaporama\/le_lih_le_list_et_l_uni_signent_des_accords_de_cooperation_bilaterale\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">\u00a0bilateralen Abkommens zwischen der Universit\u00e4t und dem LIH<\/a>, das die Zusammenarbeit durch die Teilnahme an gemeinsamen Forschungsprojekten und -programmen, die Entwicklung gemeinsamer Forschungsplattformen, die Schaffung interinstitutioneller Forschungsgruppen und die Zusammenarbeit in der Doktorandenausbildung vorsieht.<\/p><p>Die hochgradig translationale Dimension und der Zweck der DMSP spiegeln sich vollst\u00e4ndig in deren Leitung und personellen Zusammensetzung wider, die die Expertise des LCSB einerseits und der LIH-Forschungsgruppe Personalised Drug Discovery und Transversal Translational Medicine (TTM) andererseits nutzen. Die DMSP wird derzeit von Dr. Yong-Jun Kwon (LIH) geleitet, Leiter der Early Drug Discovery Platform der Forschungsgruppe Personalized Drug Discovery, der die Umsetzung mehrerer Wirkstoffscreening-Programme auf Seiten des LIH beaufsichtigt, w\u00e4hrend Prof. Dr.\u00a0<a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/lcsb\/people\/rejko_krueger\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Rejko Kr\u00fcger<\/a>, gemeinsamer Professor f\u00fcr Neurowissenschaften an der Universit\u00e4t und Direktor von TTM am LIH, seit der fr\u00fchen Konzeption an der Plattform beteiligt ist.<\/p><p>Der Ursprung der Plattform geht auf das Jahr 2014 zur\u00fcck, als Prof. Kr\u00fcger mit einem PEARL-Stipendium des Fonds National de la Recherche (FNR) zum Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universit\u00e4t Luxemburg kam, mit der Mission, eine Br\u00fccke zwischen klinischer Patientenversorgung und Grundlagenforschung zu schlagen und letztlich unser Verst\u00e4ndnis der Parkinson-Krankheit zu verbessern. Die urspr\u00fcngliche Idee war es, einen st\u00e4rker patientenzentrierten Ansatz zu schaffen und von Patienten stammende zellul\u00e4re Modelle, die in den Laboren etabliert wurden, zu nutzen, um in Zukunft neue Behandlungen f\u00fcr die Parkinson-Krankheit zu entwickeln. Eine 2016 eingerichtete Automatisierungsplattform wendete eine spezielle Zellscreening-Technik an, um neuroprotektive Verbindungen zur Neuanwendung von bereits zugelassenen Medikamenten zu entdecken.<\/p><p>Heute ist es das Ziel der LIH-Universit\u00e4tskooperation auf der DSMP, die translationale Forschung nachhaltig zu gestalten. Im Einklang mit der transversalen und translationalen Vision ist das DSMP nicht mehr auf die Parkinson-Krankheit beschr\u00e4nkt. Vielmehr wird sie auch Forschungsprojekte zu verschiedenen Krankheitsbereichen wie Krebs und Schmerztherapie unterst\u00fctzen.\u00a0Die enge interinstitutionelle Partnerschaft und das Vertrauen zwischen dem LIH und der Universit\u00e4t gew\u00e4hrleisten somit die Koh\u00e4renz und vollst\u00e4ndige Integration der Aktivit\u00e4ten der DMSP innerhalb der relevanten LIH-Einheiten und innerhalb des LCSB und erm\u00f6glichen so den innovativen transversalen Charakter der Plattform.\u00a0<\/p><p>\u201eMithilfe von stammzellbasierten Modellen k\u00f6nnen wir eine gro\u00dfe Bibliothek verschiedener, bereits von der FDA (Food and Drug Administration) zugelassener Medikamente testen, mit dem Ziel, bestehende Wirkstoffe, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr bestimmte Erkrankungen validiert wurden, f\u00fcr die Behandlung von Patienten mit anderen medizinischen Indikationen wiederzuverwenden. Aspirin zum Beispiel wurde f\u00fcr Kopfschmerzen entwickelt, kann aber auch zur Vorbeugung von Schlaganf\u00e4llen eingesetzt werden\u201c, sagt Prof. Kr\u00fcger.<\/p><p>Die im Labor verwendeten Zellmodelle helfen dabei, die molekularen Wege zu verstehen und zu modulieren. \u201eWenn wir zum Beispiel beobachten, dass ein Protein fehlt, suchen wir nach Verbindungen, die das Protein zur\u00fcckbringen k\u00f6nnen. Oder wenn wir wissen, dass ein neuer Rezeptor eine Rolle bei der Krankheitsmodulation spielt, untersuchen wir, welche Medikamente diesen Rezeptor selektiv aktivieren k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Kr\u00fcger.<\/p><p>\u201eDie gemeinsamen Anstrengungen unserer Forschungsgruppen am LCSB und LIH und die F\u00e4higkeit und Bereitschaft der Mitarbeiter beider Institute, eine &#8218;Ein-Team&#8216;-Denkweise anzunehmen, haben es uns erm\u00f6glicht, DMSP als erste erfolgreiche interinstitutionelle Wirkstoffscreening-Plattform in Luxemburg zu etablieren. Ich bin mir sicher, dass unser Ansatz auch weiterhin dazu beitragen wird, aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse von wertvollem translationalem Interesse zu liefern\u201c, sagt Dr. Yong-Jun Kwon, Leiter der DMSP.<\/p><p>\u201eUnsere Institutionen haben ein gemeinsames Ziel: Luxemburg zu einem renommierten Exzellenzzentrum f\u00fcr Forschung und Innovation weiterzuentwickeln und eine hochwertige Ausbildung f\u00fcr Studierende und Doktoranden anzubieten. Daf\u00fcr sind die Zusammenarbeit und die B\u00fcndelung von Expertise der Schl\u00fcssel\u201c, sagt Prof. <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/jens_kreisel\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Jens Kreisel<\/a>, Vizerektor f\u00fcr Forschung der Universit\u00e4t.<\/p><p>\u201eDer Rahmen baut auf dem tiefen Vertrauen und Respekt zwischen den Institutionen, ihrer F\u00fchrung und den Forschern auf, das insbesondere w\u00e4hrend der Pandemie in Research Luxembourg aufgebaut wurde\u201c, sagt Prof. Ulf Nehrbass, CEO des LIH. \u201eDiese Koordination und Ausrichtung wird die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit f\u00fcr die kommenden Jahre sicherstellen\u201c.<\/p>\n<h5 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"fotos-science-relations\"\n    >\n\u00a9 Fotos: Science Relations<\/h5>\n<\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass starke translationalen Forschung der Schl\u00fcssel zur Bek\u00e4mpfung des Coronavirus ist. 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