{"id":386,"date":"2020-02-11T09:28:01","date_gmt":"2020-02-11T09:28:01","guid":{"rendered":"https:\/\/website.prod.unilu.spikeseed.cloud\/de\/news\/uni-fuer-gleichmaessige-geschlechterverteilung-in-der-wissenschaft\/"},"modified":"2020-02-11T09:28:01","modified_gmt":"2020-02-11T09:28:01","slug":"uni-fuer-gleichmaessige-geschlechterverteilung-in-der-wissenschaft","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.uni.lu\/de\/news\/uni-fuer-gleichmaessige-geschlechterverteilung-in-der-wissenschaft\/","title":{"rendered":"Uni f\u00fcr gleichm\u00e4\u00dfige Geschlechterverteilung in der Wissenschaft"},"content":{"rendered":"<section class=\"wp-block-unilux-blocks-free-section section\"><div class=\"container xl:max-w-screen-xl\"><p>Der 11. Februar ist Internationaler Tag der Frauen und M\u00e4dchen in der Wissenschaft. Er wurde ins Leben gerufen, um auf die Ungleichheit zwischen M\u00e4nnern und Frauen in den MINT-F\u00e4chern (<strong>M<\/strong>athe, <strong>I<\/strong>nformatik, <strong>N<\/strong>aturwissenschaft und <strong>T<\/strong>echnik) aufmerksam zu machen. Im akademischen Jahr 2018\/2019 waren 1689 Studierende an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Naturwissenschaften, Technologie und Medizin (FSTM) der Universit\u00e4t Luxemburg eingeschrieben. Davon waren 541 (32%) Frauen.<\/p><p>Obwohl die geschlechtsspezifischen Unterschiede weiterhin bestehen, feiert die Universit\u00e4t Luxemburg ihre weiblichen Studierenden und Mitarbeiterinnen und ermutigt mehr Frauen, wissenschaftliche Studien- und Forschungsbereiche zu erkunden.<\/p><p><a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/universite\/presentation\/organigrammes\/organigramme_rectorat_administration_centrale\/vice_rector_for_academic_affairs\/catherine_leglu\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Prof. Catherine L\u00e9glu<\/a>, Vizerektorin f\u00fcr akademische Angelegenheiten, sagt: \u201eAn dieser Universit\u00e4t haben Frauen die gleichen Chancen im Studium der Wissenschaften, Mathematik und Ingenieurwissenschaften, aber das Verh\u00e4ltnis zwischen Frauen und M\u00e4nnern bleibt eine gro\u00dfe Herausforderung. Eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr k\u00f6nnte sein, dass diese F\u00e4cher oft als m\u00e4nnerdominiert wahrgenommen werden und f\u00fcr weibliche Kandidaten weniger attraktiv sind. Eine unserer Priorit\u00e4ten ist es, das Image der MINT-F\u00e4cher in der Gesellschaft neu zu bewerten\u201c.<\/p>\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"interview-mit-amal-tawakuli-forscherin-in-der-informatik\"\n    >\nInterview mit Amal Tawakuli &#8211; Forscherin in der Informatik<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/fstm\/dcs\/members\/amal_tawakuli\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Amal Tawakuli<\/a> erhielt k\u00fcrzlich den <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/universite\/actualites\/diaporama\/amal_tawakuli_awarded_the_2019_zonta_women_in_technology_scholarship\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">2019 Zonta Women for Technology Scholarship<\/a>, der ihre bemerkenswerte Karriere im Bereich der Wissenschaft auszeichnete. Tawakuli ist Doktorandin im <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/fstm\/dcs\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Fachbereich Informatik<\/a> an der FSTM unter der Leitung von <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/fstm\/dcs\/members\/thomas_engel\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Prof. Thomas Engel<\/a>. Zuvor arbeitete sie als Software-Ingenieurin in der Cloud-Computing-Branche. In einem Interview spricht sie dar\u00fcber, wie es ist, in einem haupts\u00e4chlich von M\u00e4nnern dominierten Bereich zu studieren und zu arbeiten und \u00fcberlegt, wie man die Kluft zwischen den Geschlechtern schlie\u00dfen k\u00f6nnte:<\/p><p><strong><i>Warum haben Sie sich f\u00fcr ein Informatikstudium entschieden?<\/i><\/strong><\/p><p>Mich begeistert, wie uns die Informatik in die Lage versetzt, Wissen anzuwenden, um konkrete L\u00f6sungen zu schaffen. Es geht nicht um das Auswendiglernen, sondern um die Anwendung und Probleml\u00f6sung, wodurch man selbst einzigartigen F\u00e4higkeiten entwickelt.<\/p><p><strong><i>Was erforschen Sie?<\/i><\/strong><\/p><p>Meine Forschung ist eine praktische Untersuchung im Bereich Big Data (Massendaten). Ich untersuche die Verteilung des Datenaufbereitungsprozesses und die Nutzung von Edge-Computing, um die Kosten und Ressourcen zu reduzieren, die f\u00fcr den Erhalt von Qualit\u00e4tsdaten erforderlich sind. Mein aktuelles Thema sind gro\u00dfe Fahrzeugdaten, insbesondere Sensordaten. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt will ich Datenverzerrung und Fairness in der K\u00fcnstlichen Intelligenz untersuchen, um die Unterschiede in der Modellleistung, insbesondere zwischen den Geschlechtern, zu beseitigen.<\/p><p><strong><i>Bevor Sie eine Karriere in der Forschung verfolgten, arbeiteten Sie als Software-Ingenieurin in der Industrie. Hatten Sie als Frau dort besonders mit Herausforderungen zu k\u00e4mpfen und wie haben Sie diese bew\u00e4ltigt?<\/i><\/strong><\/p><p>Es gab immer diesen anf\u00e4nglichen Zweifel meiner F\u00e4higkeiten; ich erinnere mich an einen Fall, bei dem ich die einzige Person in der Gruppe war, die ein Problem l\u00f6ste. Doch statt Lob zu erhalten, sah ich nur schockierte Gesichter. W\u00e4hrend meine m\u00e4nnlichen Kollegen Zuspruch wie \u201eIch wei\u00df, dass Sie das k\u00f6nnen, ich vertraue Ihren F\u00e4higkeiten\u201c erhielten, wurde mir gesagt \u201eSie haben Gl\u00fcck, hier zu sein\u201c. Es ist ein m\u00e4nnerdominierter Bereich, und Frauen haben nicht viel Mitspracherecht bei der Gestaltung der Arbeitsumgebung und der Kultur. Frauen m\u00fcssen h\u00e4rter arbeiten, um sich zu beweisen, und genau das habe ich getan und mir schlie\u00dflich durch meine Arbeit und meine Leistungen Vertrauen erworben. Ich blieb konzentriert und lie\u00df mich nicht von Stereotypen und Vorurteilen davon abhalten, meine Ziele zu verfolgen.<\/p><p>Heute bin ich stolz darauf, Mitglied des SECAN-Labors unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Engel zu sein, der mich vom ersten Tag an ermutigt und unterst\u00fctzt hat. Mit ihm ist es eine ganz andere Erfahrung, da ich gleichbehandelt und respektiert werde.<\/p><p><i><strong>Was kann man tun, um die Geschlechterl\u00fccke in den MINT-Bereichen zu schlie\u00dfen?<\/strong><\/i><\/p><p>Dies ist ein komplexes globales Problem; es gibt viele Initiativen innerhalb und au\u00dferhalb Luxemburgs, die sich damit befassen \u2013 das muss man anerkennen \u2013 aber es muss noch mehr getan werden. Zonta International vergibt beispielsweise Stipendien an Frauen, die eine Karriere im Technologiebereich anstreben. Die Stipendien bieten Unterst\u00fctzung und schaffen Vorbilder f\u00fcr n\u00e4chste Generationen. Es ist eine neue Initiative, die bereits eine positive Wirkung hat. Wir m\u00fcssen ein neutrales Umfeld schaffen, in dem alle unabh\u00e4ngig ihres Geschlechts oder anderen Eigenschaften wachsen und den gleichen Respekt genie\u00dfen k\u00f6nnen. Dies wird Frauen f\u00fcr den Bereich gewinnen, weil sie sich in einer Umgebung wiederfinden, in der sie sich wohl f\u00fchlen und gesch\u00e4tzt werden. Einen bedeutenden Wandel k\u00f6nnte au\u00dferdem die Besetzung von Spitzenpositionen mit Frauen bewirken, wie z.B. Professorinnen in der Informatik, die ein gesundes Gleichgewicht von Perspektiven schaffen, Innovationen anregen und gr\u00f6\u00dfere Vielfalt mit sich bringen.<\/p><\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 11. Februar ist Internationaler Tag der Frauen und M\u00e4dchen in der Wissenschaft. 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