{"id":228,"date":"2019-04-30T16:16:01","date_gmt":"2019-04-30T16:16:01","guid":{"rendered":"https:\/\/website.prod.unilu.spikeseed.cloud\/de\/news\/kombination-aus-ernaehrung-und-bakterien-hemmt-krebswachstum\/"},"modified":"2019-04-30T16:16:01","modified_gmt":"2019-04-30T16:16:01","slug":"kombination-aus-ernaehrung-und-bakterien-hemmt-krebswachstum","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.uni.lu\/de\/news\/kombination-aus-ernaehrung-und-bakterien-hemmt-krebswachstum\/","title":{"rendered":"Kombination aus Ern\u00e4hrung und Bakterien hemmt Krebswachstum"},"content":{"rendered":"<section class=\"wp-block-unilux-blocks-free-section section\"><div class=\"container xl:max-w-screen-xl\"><p>Forscher der Universit\u00e4t Luxemburg zeigten in einer in vitro Studie, dass eine bestimmte Kombination aus Ern\u00e4hrungsfaktoren und Darmbakterien das Wachstum von Dickdarmkrebs verlangsamen kann.\u00a0<\/p><p>Die Ergebnisse wurden in der angesehenen Open-Acess-Fachzeitschrift <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.celrep.2019.04.001\" target=\"_blank\" title=\"\" rel=\"noopener\">Cell Reports<\/a> ver\u00f6ffentlicht und k\u00f6nnten genutzt werden, um die Wirksamkeit von Chemotherapien zu steigern und ihre Nebenwirkungen zu verringern.<\/p>\n<h2 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"verbindung-zwischen-ernaehrung-und-tumorwachstum\"\n    >\nVerbindung zwischen Ern\u00e4hrung und Tumorwachstum<\/h2>\n<p>Die Ern\u00e4hrung kann sich ma\u00dfgeblich auf das Mikrobiom eines Menschen auswirken, d. h. auf die Population von Mikroorganismen wie Bakterien im menschlichen Darm. Es ist bekannt, dass die Ern\u00e4hrungsgewohnheiten \u00fcber komplexe metabolische Interaktionen zur Krebspr\u00e4vention beitragen. Insbesondere eine ballaststoffreiche Ern\u00e4hrung kann das Risiko f\u00fcr bestimmte Krebsarten wie Dickdarmkrebs senken. W\u00e4hrend die Bedeutung von Ern\u00e4hrungsgewohnheiten f\u00fcr die Krebspr\u00e4vention bekannt ist, ist ihr Einfluss auf das Wachstum und die Behandlung von Tumoren bislang weitgehend unerforscht.<\/p><p>Ein Team von Forschern des <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/lcsb\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB)<\/a> und der Life Sciences Research Unit (LSRU) an der Universit\u00e4t Luxemburg hat eine Kombination von Pr\u00e4biotika, wie Ballaststoffe, und Probiotika, wie bestimmte n\u00fctzliche Bakterien, entdeckt, die im Zusammenspiel die Auspr\u00e4gung von Genen hemmen, die Krebswachstum und Medikamentenresistenz f\u00f6rdern. Die Kombination f\u00fchrt zu metabolischen Ver\u00e4nderungen, die das Wachstum von Krebszellen verlangsamen und die Behandlung von Krankheiten wie Dickdarmkrebs unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"interaktionen-zwischen-ballaststoffen-bakterien-und-menschlichen-zellen-unter-realen-bedingungen\"\n    >\nInteraktionen zwischen Ballaststoffen, Bakterien und menschlichen Zellen unter realen Bedingungen<\/h2>\n<p>Um die Interaktionen zwischen Ern\u00e4hrung, Mikrobiom und Mensch zu untersuchen, haben die Forscher mit <a href=\"https:\/\/wwwen.uni.lu\/university\/news\/slideshow\/gut_model_humix_works_like_the_real_thing\" target=\"_blank\" title=\"\" rel=\"noopener\">HuMiX (\u201eHuman-Microbial X(cross)-talk\u201c)<\/a> gearbeitet, einem einzigartigen <i>In-Vitro<\/i>-Model des Darms (\u201eGut-on-a-Chip\u201c). Dieses erlaubt die Kultivierung von menschlichen Darmzellen zusammen mit den Bakterien unter realen Bedingungen. In ihrer Studie haben die Forscher die Effekte von Ern\u00e4hrungsgewohnheiten und spezifischen Probiotika auf Dickdarmkrebszellen untersucht.<\/p><p>W\u00e4hrend eine ballaststoffreiche Ern\u00e4hrung oder eine probiotische Behandlung allein keinen Erfolg hatte, konnte mit einer Kombination aus beiden Ans\u00e4tzen f\u00f6rderliche Effekte erzielt werden. Die Forscher integrierten ein computerbasiertes metabolisches Modell des Zusammenspiels von Ern\u00e4hrung, Wirt und Mikrobiom. So simulierten sie die Effekte der Kombination beider Behandlungsans\u00e4tze: Gene, die mit Dickdarmkrebs und Medikamentenresistenzen in Verbindung stehen, wurden herunterreguliert und die F\u00e4higkeit zur Selbsterneuerung der Krebszellen gehemmt. Durch sorgf\u00e4ltige molekulare Analysen identifizierten sie des Weiteren die Zusammensetzung der aus dieser Kombination entstehenden Molek\u00fcle und konnten so den Mechanismus beschreiben, der f\u00fcr die beobachteten positiven Effekte verantwortlich ist.<\/p><p>\u201eKrebspatienten erhalten derzeit im Rahmen ihrer Chemotherapie keine evidenzbasierten, personalisierten Ern\u00e4hrungsempfehlungen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass sich die Interaktionen zwischen Ern\u00e4hrung und Mikrobiom zur Unterst\u00fctzung der Krebsbehandlung ausnutzen lassen\u201d, erl\u00e4utert Dr. Kacy Greenhalgh, Postdoc in der <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/lcsb\/research\/systems_ecology\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Eco-Systems Biology Group<\/a> im LCSB und Erstautorin der Studie. \u201eIch hoffe, dass unsere Ergebnisse Patienten und medizinische Fachkr\u00e4fte in den entsprechenden Gebieten erreichen und Krebsbehandlungspl\u00e4ne in Zukunft h\u00e4ufiger durch personalisierte Ern\u00e4hrungsempfehlungen erg\u00e4nzt werden.\u201c<\/p><p>\u201eDas gilt vor allem f\u00fcr Dickdarmkrebs, wo die Bedeutung des Mikrobioms im Verlauf der letzten Jahre mehr und mehr erkannt wurde. Ein umfassenderes Verst\u00e4ndnis der Interaktion zwischen Mikrobiom und Wirt k\u00f6nnte zu neuen Behandlungsstrategien f\u00fcr Patienten mit Dickdarmkrebs f\u00fchren\u201d, f\u00fcgte Dr. Elisabeth Letellier hinzu, Hauptuntersuchungsleiterin in der <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/recherche\/fstm\/dlsm\/research_areas\/molecular_disease_mechanisms\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Molecular Disease Mechanisms Group<\/a> in der LSRU.<\/p><p>Die Forscher f\u00fchren nun Tierversuche durch, um den positiven Effekt, der in Zellkulturexperimenten gefunden wurde, zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<h2 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"gemeinschaftliche-und-interdisziplinaere-herangehensweise\"\n    >\nGemeinschaftliche und interdisziplin\u00e4re Herangehensweise<\/h2>\n<p>Das Forschungsprojekt wurde dank der Zusammenarbeit verschiedener Gruppen in der Universit\u00e4t Luxemburg zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. \u201eDie Aufdeckung der komplexen Interaktionen zwischen Wirt, Ern\u00e4hrung und Mikrobiom und ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit und bestimmte Krankheiten erfordert die enge Zusammenarbeit zwischen Experten aus verschiedenen Feldern. Eine interdisziplin\u00e4re Herangehensweise war von h\u00f6chster Bedeutung, um die komplexen molekularen Prozesse zu verstehen, die f\u00fcr die f\u00f6rderlichen biologischen Effekte verantwortlich sind\u201c, kommentiert Associate Professor<a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/lcsb\/people\/paul_wilmes\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">\u00a0Paul Wilmes<\/a>, Leiter der Eco-Systems Biology Group am LCSB und Senior Author der Studie.<\/p><p>Die Studie wurde vom <a href=\"https:\/\/www.fnr.lu\/\" target=\"_blank\" title=\"\" rel=\"noopener\">Luxembourg National Research Fund (FNR)<\/a>, der Universit\u00e4t Luxemburg und dem <a href=\"https:\/\/www.ibbl.lu\/research\/personalised-medicine-consortium\/\" target=\"_blank\" title=\"\" rel=\"noopener\">Personalised Medicine Consortium (PMC)<\/a> finanziert.<\/p><figure class=\"wp-block-dev4-reusable-blocks-image  object-fit--contain\">\n    \n<img decoding=\"async\" class=\"wp-block-image unilux-custom-image-block\"\n                alt=\"\"\n            src=\"https:\/\/www.uni.lu\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2023\/07\/cell_reports_paper_microbiome_crc_group_540.jpg\"\n                srcset=\"https:\/\/www.uni.lu\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2023\/07\/cell_reports_paper_microbiome_crc_group_540-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.uni.lu\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2023\/07\/cell_reports_paper_microbiome_crc_group_540.jpg 540w\"\n                style=\"object-position: 50.00% 50.00%; font-family: &quot;object-fit: contain; object-position: 50.00% 50.00%;&quot;; aspect-ratio: 3\/2; object-fit: contain; width: 100%;\"\n        loading=\"lazy\"\n\/>    <\/figure><p>Caption: \u201eEinige der Forscher, die die Studie durchgef\u00fchrt haben. Von links nach rechts: Audrey Frachet, Serge Haan, Elisabeth Letellier, Kacy Greenhalgh, Raschi Halder, Javier Ramiro-Garcia und Paul Wilmes.\u201c<\/p><p>Copyright f\u00fcr die Bilder: University of Luxembourg<\/p><\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher der Universit\u00e4t Luxemburg zeigten in einer in vitro Studie, dass eine bestimmte Kombination aus Ern\u00e4hrungsfaktoren und Darmbakterien das Wachstum von Dickdarmkrebs verlangsamen kann.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":229,"template":"","format":"standard","meta":{"featured_image_focal_point":[],"show_featured_caption":false,"ulux_newsletter_groups":"","uluxPostTitle":"","uluxPrePostTitle":"","_trash_the_other_posts":false,"_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"0","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false},"news-category":[4,3],"news-topic":[19],"organisation":[25,202,226],"authorship":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v22.3 (Yoast SEO v22.3) - 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