{"id":190,"date":"2019-01-15T14:31:27","date_gmt":"2019-01-15T14:31:27","guid":{"rendered":"https:\/\/website.prod.unilu.spikeseed.cloud\/de\/news\/preiswuerdig-grenzueberschreitende-diagnose-forschung-fuer-parkinson\/"},"modified":"2019-01-15T14:31:27","modified_gmt":"2019-01-15T14:31:27","slug":"preiswuerdig-grenzueberschreitende-diagnose-forschung-fuer-parkinson","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.uni.lu\/de\/news\/preiswuerdig-grenzueberschreitende-diagnose-forschung-fuer-parkinson\/","title":{"rendered":"Preisw\u00fcrdig: Grenz\u00fcberschreitende Diagnose-Forschung f\u00fcr Parkinson"},"content":{"rendered":"<section class=\"wp-block-unilux-blocks-free-section section\"><div class=\"container xl:max-w-screen-xl\"><p>Ein deutsch-luxemburgisches Forscher-Team vom Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universit\u00e4t Luxemburg und der Universit\u00e4t des Saarlandes erh\u00e4lt den zweiten Preis im Wettbewerb \u201eExzellenznetze in der Gro\u00dfregion\u201c. Die Jury des interregionalen Wissenschaftspreises zeichnet damit ein Projekt aus, in dem mit Hilfe so genannter Biomarker neue Wege zur Fr\u00fcherkennung der Parkinson-Krankheit gebahnt werden sollen.<\/p>\n<h2 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"interregionaler-wissenschaftspreis\"\n    >\nInterregionaler Wissenschaftspreis<\/h2>\n<p>Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die von der <a href=\"https:\/\/www.saarlb.de\/index.php?id=1\" target=\"_blank\" title=\"SaarLB\" rel=\"noopener\">SaarLB<\/a> gestiftet werden. \u201eWir freuen uns sehr \u00fcber diese besondere W\u00fcrdigung unserer Arbeit\u201c, sagt Prof. <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/lcsb\/people\/rejko_krueger\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">Rejko Kr\u00fcger<\/a>, Leiter der <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/lcsb\/research\/translational_neuroscience\" target=\"_self\" title=\"Clinical &#038; Experimental Neuroscience\" rel=\"noopener\">Clinical &#038; Experimental Neuroscience Gruppe<\/a> am <a href=\"https:\/\/wwwde.uni.lu\/lcsb\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"noopener\">LCSB<\/a> und einer der ausgezeichneten Forscher: \u201eSie unterst\u00fctzt zum einen wirkungsvoll unsere Arbeit. Der Preis kann den Menschen in der Gro\u00dfregion aber auch deutlich machen, dass wir hier \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg f\u00fcr die Patienten konkrete medizinische Fortschritte erzielen.\u201c<\/p><p>Der interregionale Wissenschaftspreis ist 2003 mit dem Ziel ausgelobt worden, die wissenschaftliche Zusammenarbeit und Vernetzung sowie die Profilierung des Wissenschaftsraums Saar, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonie, sowie der franz\u00f6sisch- und deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens nach innen wie nach au\u00dfen zu w\u00fcrdigen und zu verst\u00e4rken. Er wird alle zwei Jahre im Rahmen der Ministerkonferenz der Gro\u00dfregion vergeben.<\/p>\n<h2 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"klinische-forschung-und-bioinformatische-expertise\"\n    >\nKlinische Forschung und bioinformatische Expertise<\/h2>\n<p>In dem ausgezeichneten Forschungsprojekt kommt grenz\u00fcberschreitendes wissenschaftliches Spezialwissen aus unterschiedlichen Forschungsdisziplinen zusammen, das nur gemeinsam f\u00fcr den medizinischen Fortschritt von Nutzen ist: Das Team um Rejko Kr\u00fcger ist federf\u00fchrend bei der Realisierung der <a href=\"http:\/\/www.parkinson.lu\/\" target=\"_blank\" title=\"NCER-PD programme\" rel=\"noopener\">luxemburgischen Parkinson Studie \u201eNCER-PD\u201c<\/a>, an der neben dem LCSB Wissenschaftler des <a href=\"https:\/\/www.lih.lu\/\" target=\"_blank\" title=\"Luxembourg Institute of Health (LIH)\" rel=\"noopener\">Luxembourg Institute of Health<\/a> (LIH), des <a href=\"https:\/\/www.chl.lu\/\" target=\"_blank\" title=\"CHL\" rel=\"noopener\">Centre Hospitalier<\/a> (CHL), der <a href=\"https:\/\/www.ibbl.lu\/\" target=\"_blank\" title=\"Integrated BioBank of Luxembourg (IBBL)\" rel=\"noopener\">Integrated Biobank Luxembourg<\/a> (IBBL) und dem <a href=\"https:\/\/lns.lu\/\" target=\"_blank\" title=\"LNS\" rel=\"noopener\">Laboratoire National de Sant\u00e9<\/a> (LNS) beteiligt sind. In NCER-PD werden \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume hinweg Gewebeproben und Daten von Parkinson-Patienten sowie Vergleichsproben gesunder Patienten gesammelt und ausgewertet. Ziel ist es, die Fr\u00fcherkennung von Parkinson und die Behandlung der betroffenen Menschen zu verbessern.<\/p><p>Der ebenfalls ausgezeichnete Projektpartner im Saarland ist das Team um Prof. Andreas Keller. Keller ist Leiter der Arbeitsgruppe \u201eKlinische Informatik\u201c an der Medizinischen Fakult\u00e4t der <a href=\"https:\/\/www.saarlb.de\/index.php?id=1\" target=\"_blank\" title=\"Universit\u00e9 de la Sarre\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4t des Saarlandes<\/a>. Er will im Blut vorkommende Molek\u00fcle \u2013 die Biomarker \u2013 nutzen, um Krankheiten m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig diagnostizieren zu k\u00f6nnen. \u201eGut geeignet daf\u00fcr sind micro-RNAs\u201c, sagt Keller: \u201eDas sind kurze Abschnitte spezifischer Molek\u00fcle, die bei der Steuerung der Gene eine wichtige Rolle spielen.\u201c<\/p>\n<h2 class=\"has-text-align-left wp-block-unilux-blocks-heading\"        id=\"biomarker-fuer-eine-fruehzeitige-diagnose\"\n    >\nBiomarker f\u00fcr eine fr\u00fchzeitige Diagnose<\/h2>\n<p>Der Anteil unterschiedlicher micro-RNAs im Blut ist abh\u00e4ngig vom Gesundheitsstatus eines Menschen. Letzteren kennen die Forscher des LCSB in Bezug auf die Entwicklung der Parkinson-Krankheit sehr genau. \u201eWir nehmen von unseren Patienten im Rahmen der j\u00e4hrlichen Studienuntersuchung regelm\u00e4\u00dfig Blutproben, die auch auf den Gehalt an micro-RNAs hin untersucht werden k\u00f6nnen\u201c, sagt Kr\u00fcger: \u201eBislang gibt es jedoch noch keinen Biomarker, der Auskunft \u00fcber den Erkrankungszustand geben kann.\u201c<\/p><p>Hier kommt Kellers Expertise ins Spiel: \u201eAls klinische Bioinformatiker haben wir bereits f\u00fcr andere Krankheiten wie Krebs spezielle Computer-Programme entwickelt. Mit ihnen k\u00f6nnen wir diejenigen micro-RNAs aus der gro\u00dfen Gesamtmenge identifizieren, die das Aufkommen der Krankheit tats\u00e4chlich sicher anzeigen \u2013 und die deshalb diagnostisch von Bedeutung sein k\u00f6nnen.\u201c<\/p><p>Genau diesen Ansatz haben sie jetzt im Rahmen der deutsch-luxemburgischen Zusammenarbeit auf die Parkinson-Krankheit \u00fcbertragen \u2013 und k\u00f6nnen erste Erfolge nachweisen, so Andreas Keller: \u201eWir haben bereits einige vielversprechende micro-RNAs am Computer identifizieren k\u00f6nnen. Die weiteren Berechnungen werden den Kreis der m\u00f6glichen Molek\u00fcle weiter verengen, die dann sp\u00e4ter tats\u00e4chlich als Biomarker in der klinischen Diagnostik zum Einsatz kommen k\u00f6nnen. Die entsprechenden Ver\u00f6ffentlichungen dazu stehen kurz bevor.\u201c<\/p><p>\u201eWir freuen uns sehr, dass unser neuer interdisziplin\u00e4rer Ansatz zur Entwicklung von Biomarkern f\u00fcr die Fr\u00fchdiagnose bei Parkinson und die von uns nachgewiesene Machbarkeit mit dem interregionalen Wissenschaftspreis ausgezeichnet werden\u201c, sagt Rejko Kr\u00fcger abschlie\u00dfend: \u201eWir werden nun weiter intensiv daran arbeiten, dass unsere Forschung den Menschen in Klinik und \u00e4rztlicher Praxis schnellstm\u00f6glich zu Gute kommt.\u201c<\/p><p>\u00a9 University of Luxembourg<\/p><\/div><\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein deutsch-luxemburgisches Forscher-Team vom Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universit\u00e4t Luxemburg und der Universit\u00e4t des Saarlandes erh\u00e4lt den zweiten Preis im Wettbewerb \u201eExzellenznetze in der Gro\u00dfregion\u201c. 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